Viele Wege führen ... zu mehr Maklerkosten

31.3.2014 – In 36 Branchenjahren habe ich schon viele Strategien der Assekuranzen gehört, erlebt und auch erlitten. In diesen Jahrzehnten sind Versicherungen insgesamt immer profitabler geworden, während die Erträge für die Makler sinken. Ein Zufall?

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Eine Versicherungsgesellschaft kann sich Strukturänderungen organisatorisch und finanziell leisten; geht es schief, wird womöglich ein Vorstandsmandat nicht verlängert.

Klar ist auch, dass die Organisationsänderungen der Versicherungen höchst uneinheitlich verlaufen. Die Makler müssen aber mit allen zugleich arbeiten, was weitere Mehrkosten verursacht. Die Versicherungsbranche kommt mir vor wie ein Komet mit 50 Schweifen – und der Makler soll jedem einzelnen folgen.

Mein Befund lautet: Es gibt weniger qualifizierte Experten bei Gesellschaften, es gibt weniger Fähigkeit und Bereitschaft, komplexe Risken zu verstehen und zu versichern, es gibt kaum zentrale Ansprechpartner, es gibt immer mehr „industrialisiertes” Produktgeschäft – das „verkauft” werden soll, es gibt ständig neue Aufgaben für den Vertriebspartner, der mit unzähligen „News” zugemüllt wird, und es gibt eine ständig steigende Haftung.

Von einer Strategie der Assekuranzen, wie man den Maklern das Leben leichter machen könnte – beispielsweise durch ein einheitliches IT-System (vom Maklerdatensatz wird jetzt zirka 20 Jahre fabuliert) – habe ich leider noch nie etwas vernommen. Das ist wahrscheinlich ein Geheimplan.

Rudolf Mittendorfer

r.mittendorfer@unabhaengigeswirtschaftsforum.at

zum Artikel: „„Wir dürfen nicht in dieser Langweiligkeit einschlafen“”.

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