29.4.2026 – Ein „anspruchsvolles Jahr mit (größtenteils) solider Performance“: So beschreibt eine neue Greco-Studie das Jahr 2025 in Bezug auf Österreichs betriebliche Vorsorgekassen. Die erzielte Performance reichte von 1,62 bis 4,78 Prozent, Spitzenreiter ist die VBV. Das verwaltete Vermögen wuchs um rund 2,4 Milliarden auf 23,7 Milliarden Euro; mehr als die Hälfte entfällt auf zwei der nunmehr sieben Kassen: VBV und Valida.

„Jahr für Jahr scheinen die Unterschiede zwischen den Anbietern marginal. Doch über Jahrzehnte hinweg addieren sie sich zu einem echten Mehrwert beim Ruhestandsvermögen.“
Das sagt Joachim Schuller, Health & Benefits-Experte bei Greco, anlässlich der Veröffentlichung der „Greco-Studie 2026 zur Performance der betrieblichen Vorsorgekassen“.
Die Datenerhebung erfolgte laut Bericht auf Basis der aktiven Mitwirkung der Vorsorgekassen.
Da für die Allianz Vorsorgekasse keine Daten bereitgestellt worden seien, habe man hier auf verfügbare öffentlich zugängliche Informationen zurückgegriffen.
Trotz Unsicherheiten und Volatilität an den Kapitalmärkten zeigten Österreichs Vorsorgekassen laut der Analyse „eine unter den aktuellen Rahmenbedingungen solide Performance“.
Die Jahresergebnisse der Anbieter liegen den Angaben zufolge in einer Bandbreite von 1,62 bis 4,78 Prozent. Greco sieht darin einen Beweis für „Stabilität trotz schwieriger Rahmenbedingungen“ und ein Anknüpfen an die „positive Entwicklung der Vorjahre“.
Unterstützt worden sei dies von insgesamt robusten Kapitalmärkten und schrittweisen Leitzinssenkungen im Jahresverlauf.
Während manche Vorsorgekassen mit ihren Ergebnissen erneut über der Inflationsrate – 3,6 Prozent laut Statistik Austria (VPI 2020) – gelegen seien, seien andere knapp daruntergeblieben.
Die höchste Nettoperformance, nach Abzug der Vermögensverwaltungskosten, erzielte laut dem Bericht mit den erwähnten 4,78 Prozent die VBV, gefolgt von APK (4,47 Prozent), NÖVK (3,42 Prozent) und Valida (3,30 Prozent).
Die anderen Kassen liegen unter drei Prozent: Bonus (ohne Fair-finance) erzielte 2,79 Prozent, Allianz 2,28 Prozent, BUAK 2,02 Prozent und (Ex-)Fair-finance (der für sie angegebene Wert bezieht sich ebenfalls auf das ganze Jahr 2025) 1,62 Prozent.
Zu erinnern ist in diesem Zusammenhang an eine strukturelle Veränderung im Vorsorgekassen-Markt, die das Jahr 2025 brachte: die Übernahme der Fair-finance durch die Bonus Vorsorgekasse (VJ 16.6.2025). Mit ihr sank die Zahl der Anbieter auf sieben.
Das veranlagte Vermögen wuchs gegenüber Ende 2024 um rund 2,42 Milliarden Euro auf 23,71 Milliarden Euro zum Jahresende 2025.
Gemessen am veranlagten Vermögen, hatte die VBV laut Bericht Ende 2025 mit 34,17 Prozent den größten Marktanteil. An zweiter Stelle folgte Valida mit 24,16 Prozent, an der dritten Bonus, die einschließlich Fair-finance 13,33 Prozent auf sich vereinte.
Die Allianz Vorsorgekasse (12,00 Prozent) liegt ebenfalls noch über der 10-Prozent-Marke, APK, NÖVK und BUAK darunter.
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