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Koban: Neue Partnerschaft, neue Marke, neue Pläne

8.9.2026 – Das Maklerunternehmen Koban Südvers wird zu „Koban“, zugleich kommt mit Renomia ein weiterer großer Partner an Bord. Koban sieht darin zum einen Vorteile durch die internationale Vernetzung, zum anderen kündigte er an, auch den regionalen Auftritt in Österreich auszubauen. Anderen Maklern will man sich als Partner präsentieren, nicht zuletzt mit Blick auf Unternehmensnachfolgen.

Stellten am Montag in Wien die neue Kooperation vor (v.l.n.r.): Florian Karle (Südvers), Klaus Koban und Pavel Nepala (Renomia) (Bild: Lampert)
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Von einem „Meilenstein“ und einer „Weichenstellung“ sprach Klaus Koban, am Montag bei einem Pressegespräch in Wien.

Das 2009 von ihm gegründete Versicherungsmakler-Unternehmen, das bereits seit langem mit der deutschen Südvers zusammenarbeitet, hatte sich 2025 auf die Suche nach einem neuen Partner gemacht – zumal sich die Situation auf dem Maklermarkt verändert habe, wie Koban sagte.

Renomia als neuer Partner

Dieser Partner wurde nun in der Renomia Group gefunden. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Prag ist als Versicherungs- und Rückversicherungsbroker in Zentral- und Osteuropa tätig. Die 1993 gegründete, familiengeführte und international vernetzte Gruppe beschäftigt an die 3.000 Mitarbeiter in 13 Ländern.

Ihr Dienstleistungsspektrum umfasst Risikoanalyse, Risikomanagement, Versicherungsberatung, die Entwicklung von Versicherungslösungen und Unterstützung in der Schadenabwicklung. Das jährlich vermittelte Prämienvolumen wird mit rund 1,3 Milliarden Euro beziffert.

Wir haben ganz bewusst nach einem weiteren Partner gesucht, der unsere Werte teilt und Verantwortung für kommende Generationen übernimmt. Mit der Familie Karle und der Familie Nepala haben wir genau diese Partner gefunden.

Klaus Koban

Renomia kennt den österreichischen Markt bereits: Sie ist seit 2023 über die Partnerschaft mit Steinmayr & Co. Versicherungsmakler hier vertreten.

Koban und Steinmayer werden als Unternehmen weiter unabhängig voneinander agieren. Ein Vertreter von Steinmayr & Co. werde gemeinsam mit Kollegen von Koban und Renomia im österreichischen Partnerschaftsbeirat sitzen. Gemeinsam werde die Gruppe in Österreich rund 200 Mitarbeiter beschäftigen.

Wie die neue Kooperation aufgestellt ist

Der Zusammenschluss von Renomia und Koban ist so gestaltet, dass beide jeweils 50 Prozent an der Dachgesellschaft halten. Diese besitzt 90 Prozent der Unternehmensgruppe.

Die verbleibenden 10 Prozent der Dachgesellschaft werden von der – ebenfalls familiengeführten – Südvers gehalten, die im deutschsprachigen Raum ein Prämienvolumen von rund 760 Millionen Euro betreut, um das sich rund 630 Mitarbeiter in der DACH-Region kümmern.

Zusätzliche Expertise und Reichweite

Die Kooperation in dieser neuen Konstellation bringe zusätzliche Expertise und erhöhe die internationale Reichweite, hielt Koban fest.

Als „sichtbares Zeichen“ der Weiterentwicklung wurde auch der Markenauftritt geändert: Aus der Koban Südvers mit ihren rund 160 Mitarbeitern wird „Koban“. Für die Kunden bleibe die persönliche Betreuung durch die vertrauten Ansprechpartner unverändert.

Koban bleibe unverändert ein eigenständiges, österreichisch verankertes Familienunternehmen. Parallel zum internationalen Ausbau wolle man dementsprechend auch den regionalen Auftritt in Österreich forcieren.

Bis 2033 eine halbe Milliarde Euro Prämie anvisiert

Bis zum Jahr 2033 will Koban in Österreich „um 10 Prozent pro Jahr organisch und um 5 Prozent pro Jahr anorganisch“ wachsen und so ein betreutes Prämienvolumen von 500 Millionen erreichen.

Dazu sollen „innovative Partnerschaftsmodelle“ beitragen. Diese beschränken sich nicht nur auf Aufkäufe, auch Minderheitsbeteiligungen mit Einbindung der Nachfolger seien möglich.

Man verstehe sich als Partner für die Maklerbranche, wolle Netzwerke stärken und Maklern individuelle, langfristige Nachfolgemodelle anbieten, unterstrich Koban und ergänzte: „Wir sind schon mit Versicherungsmaklern in intensiven Gesprächen.“

Die Finanzierung des anorganischen Wachstums, Aus- und Weiterbildung, verbesserte Dienstleistungen und neue Produkte seien durch die Eigentümer gewährleistet.

Vorteile durch internationale Vernetzung

Flankiert wurde Klaus Koban bei der Pressekonferenz von den beiden Partnern Renomia-Geschäftsführer Pavel Nepala und Florian Karle, geschäftsführender Gesellschafter der Südvers.

Für Nepala bedeutet die Partnerschaft eine Stärkung der Präsenz in Österreich sowie in der CEE-Region. Gerade bei grenzüberschreitenden Geschäftsaktivitäten und komplexen Risikofragen seien ein erweitertes Expertennetzwerk mit zusätzlichem Spezialwissen und internationalen Ressourcen von Vorteil.

Karle betonte die Rolle Österreichs als „zentraler Wirtschaftsknotenpunkt in Europa“. Die Vernetzung Österreichs mit Deutschland und der Fokus österreichischer Unternehmen auf CEE böten große Chancen für internationale Beratungskonzepte.

Karle: KI kann Beratung nicht übernehmen

Für künstliche Intelligenz sieht Karle dabei besonders in der Dunkelverarbeitung eine Aufgabe, es gelte schließlich, „deutlich schneller“ zu werden. Die KI könne aber nicht die Beratung übernehmen. „Unser Berufsstand ist notwendig, um zu beraten“, ist Karle überzeugt.

Dies müsse man „international denken“ und Kräfte bündeln – es müsse „nicht jeder alles selbst erfinden. Das gelte auch für das Thema KI. „Mit gemeinsamen Ansätzen kommen wir schneller weiter.“

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Schlagwörter zu diesem Artikel
Ausbildung · Mitarbeiter · Rückversicherung · Versicherungsberatung · Versicherungsmakler
 
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