Munich Re, Swiss Re melden Gewinne

22.5.2026 – Munich Re erzielte im ersten Quartal ein Konzernergebnis von 1,7 Milliarden Euro, Swiss Re beziffert das ihre mit 1,5 Milliarden US-Dollar. Beide sehen sich auf gutem Weg für das Gesamtjahr.

Munich Re meldete kürzlich Zahlen für das erste Quartal 2026, wonach ein Konzernergebnis von 1.714 Millionen Euro (Q1 2025: 1.094 Millionen) erzielt wurde. Das Geschäftsfeld Rückversicherung steuerte 1.479 Millionen Euro bei (Q1 2025: 853 Millionen) Millionen Euro dazu bei.

Schäden aus dem Iran-Krieg beliefen sich für Munich Re den Angaben zufolge auf insgesamt rund 90 Millionen Euro, wobei zirka 60 Millionen auf Global Specialty Insurance entfielen und zirka 30 Millionen auf die Rückversicherung Schaden/Unfall.

Erneuerung zum 1. April 2026

Bei der Erneuerung der Rückversicherungsverträge zum 1. April sei das gezeichnete Geschäftsvolumen auf 2,0 Milliarden Euro (–18,5 Prozent) gesunken. „Zum April wurde vor allem Geschäft mit den Schwerpunkten Japan und Indien gezeichnet. Es steht für ca. 11 % des gesamten Schaden/Unfall-Geschäfts in der Rückversicherung von Munich Re“, heißt es in der Mitteilung.

Munich Re habe „konsequent Geschäft nicht erneuert oder gezeichnet, das nicht den erforderlichen Preisen und Bedingungen entsprach“. Daneben hätten Preisrückgänge das Volumen verringert.

„Die Preise tendierten insgesamt nach unten“, berichtet Munich Re und spricht von einem Rückgang um 3,1 Prozent. „Teilweise gestiegene Schadeneinschätzungen, bedingt vor allem durch Inflation und andere Schadentrends, konnten jedoch weitgehend kompensiert werden.“

Die Angaben zur Preisentwicklung sind risikoadjustiert, das heißt Preisveränderungen, denen ein verändertes Risiko und damit eine veränderte Schadenerwartung gegenüberstehen, werden verrechnet.

Jahresziel bleibt bei 6,3 Milliarden Euro

Für die nächste Erneuerungsrunde im Juli erwartet Munich Re „ein Marktumfeld, in dem trotz des momentanen Marktdrucks das nach wie vor gute Preisniveau und die erzielten Verbesserungen in den Vertragsbedingungen weitgehend gehalten werden können“.

Für das Geschäftsjahr 2026 peilt das Unternehmen weiterhin ein Konzernergebnis von 6,3 Milliarden Euro (2025: 6,1 Milliarden) an.

Auch Swiss steigerte Gewinn

Bei der Swiss Re wurde im ersten Quartal ein Gewinn von 1,5 Milliarden US-Dollar geschrieben (+19 Prozent). „Das Ergebnis war höheren Beiträgen aller Geschäftseinheiten zu verdanken, gestützt durch geringe Schäden infolge von Naturkatastrophen und ein starkes Anlageergebnis“, so Swiss Re.

P&C Re habe einen Gewinn von 754 Millionen Dollar erzielt (+43 Prozent). Dies sei „dem anhaltend disziplinierten Underwriting und der geringen Großschadenbelastung infolge von Naturkatastrophen im ersten Quartal sowie den soliden Kapitalerträgen zu verdanken“.

P&C-Vertragserneuerungen per April

P&C Re erneuerte per 1. April 2026 Verträge mit einem resultierenden Prämienvolumen von 2,3 Milliarden Dollar. Dies sei eine Verringerung des Volumens um 8 Prozent im Vergleich zum Geschäft, das zur Erneuerung anstand.

„Dieses Ergebnis ist der anhaltenden Disziplin und dem aktiven Zyklusmanagement in einem herausfordernderen Preisumfeld zu verdanken. Die im Januar beobachteten Trends setzten sich dabei fort“, so der Rückversicherer.

P&C Re habe in dieser Erneuerungsrunde einen nominalen Preisrückgang von 2,5 Prozent verzeichnet und die Konditionen stabil gehalten. „Auf Basis einer vorsichtigen Einschätzung der Inflation und aktualisierter Risikomodelle erhöhten sich die Schadenannahmen um 3,6 Prozent, sodass sich ein Nettopreisrückgang von 6,1 Prozent ergab.“

„Auf einem guten Weg in Richtung unserer Finanzziele für 2026“

Group-CEO Andreas Berger sieht Swiss Re mit diesen Zahlen „auf einem guten Weg in Richtung unserer Finanzziele für 2026“.

Aufgrund des „unsicheren makroökonomischen Umfelds und eines zunehmend herausfordernden Marktumfelds“ lege man den Fokus in den Sach- und Haftpflichtsparten „weiterhin auf diszipliniertes Underwriting“, fügt Berger hinzu.

„Wir gehen davon aus, dass L&H Re in Zukunft einen wachsenden Beitrag zum Ausgleich der Gesamtperformance der Gruppe leisten wird. Gleichzeitig legen wir einen klaren Fokus auf Kosteneffizienz.

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