11.2.2026 – Die IDD Akademie startet im September den zweisemestrigen „Lehrgang zum zertifizierten Ruhestandsplaner“. Er soll gezielt die relevanten Kenntnisse wissensbasierter Berufe zum Thema Ruhestandsplanung vermitteln. Berücksichtigt werden sowohl finanzielle und rechtliche als auch gesundheitliche Gesichtspunkte.

Rudolf Mittendorfer ist Versicherungsmakler, Gesellschafter des Bildungsanbieters IDD Akademie, und er zitiert gerne Konfuzius.
„Man muss sich einen Stecken in der Jugend schneiden, damit man im Alter daran gehen kann“, berief er sich am Dienstag bei einer Pressekonferenz der IDD Akademie in Wien auf den chinesischen Philosophen.
Damit bezog er sich freilich auf die Altersvorsorge – ein Thema, das seiner Ansicht nach von der Politik sträflich vernachlässigt wird. Diese negiere nötige Maßnahmen zur Sicherung der ersten Säule, solche zur Stärkung der zweiten und dritten vermisst er ohnehin.
Gerade dieser Umstand sei denn aber gewissermaßen auch der „Geburtshelfer“ einer neuen Idee gewesen, nämlich der Schaffung eines Lehrgangs zum zertifizierten Ruhestandsplaner. Dieser soll finanzielle, rechtliche, gesundheitliche und auch mentale Aspekte der Ruhestandsplanung umfassen.
Vorgestellt haben ihn neben Mittendorfer, seines Zeichens Initiator und Leiter des Projekts, IDD-Akademie-Gesellschafter Christian Schäfer und der Finanzjournalist Martin Kwauka, der selbst als Vortragender tätig sein wird.
Der Lehrgang, so Mittendorfer, richtet sich grundsätzlich an alle „Profi-Berater, vom Anwalt über den Steuerberater bis zum Versicherungsexperten“, und soll jene Informationen vermitteln, die für eine qualifizierte Ruhestandsplanung erforderlich sind.
Mittendorfer unterstrich, es gehe um einen „holistischen Ansatz“, der Umlagefinanzierung ebenso wie Kapitaldeckungsverfahren beleuchtet, die volkswirtschaftliche ebenso wie die individuelle Perspektive.
Der Lehrgang solle einen „Wissensschatz aus vielen Bereichen“ bieten. Mittendorfer zählte eine Reihe von Themen auf, die dazugehören:
Wie die IDD Akademie betont, habe man für den Lehrgang „hochkompetente Vortragende“ gewinnen können. So werde etwa der frühere Vorsitzende der Alterssicherungskommission, Walter Pöltner, über die erste Säule referieren.
Der Lehrgang ist auf zwei Semester mit insgesamt 200 Unterrichtseinheiten angelegt, der erste startet im September 2026. Grundsätzlich findet er in Präsenz statt; im Falle „ungeplanter Ereignisse, die es hoffentlich nicht gibt“, wäre auch Onlineunterricht möglich.
Durchgeführt wird der Lehrgang in Kooperation mit dem Austrian Standards Institute in Wien. Es fungiert als Zertifizierungsstelle und ist auch jener Ort, an dem die Seminare abgehalten werden.
Die Kosten des Lehrgangs belaufen sich auf 5.800 Euro plus Umsatzsteuer. Der Preis enthält die Tagesverpflegung und die Zertifizierungsgebühr.
Die Zertifizierung gilt für drei Jahre. Eine Rezertifizierung ist mittels Nachweises von 24 Stunden facheinschlägiger Weiterbildung möglich und gilt dann für weitere drei Jahre.
Beim zertifizierten Ruhestandsplaner handle es sich natürlich um kein neues Gewerbe, sagte Mittendorfer. Ziel sei vielmehr, eine weitergehende Qualifikation zu erwerben, sodass man „ein besserer Berater, ein besserer Gesprächspartner“ wird.
Diese zusätzliche Qualifikation solle selbstverständlich auch dazu dienen, sie zu bewerben und somit wirtschaftlich zu nutzen.
Begleitet werden soll das neue Angebot vom Aufbau eines Netzwerks, das Fachleute aus für die Ruhestandsplanung „relevanten wissensbasierten Berufen“ zusammenführt.
Ziel: Wo die Kompetenz des einen Beraters endet – etwa, wenn es ums Erbrecht geht –, kann sein Kunde die Kompetenz eines anderen nutzen.
Diese Vernetzung qualifizierter Berufe sei wichtig für die Berater und ein Vorteil für die Bürger, so Mittendorfer.
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