Womöglich die Folge einer österreichischen Unart

6.12.2013 – Die Zurückhaltung vieler Lebensversicherung-Kunden könnte einfach in der österreichischen Unart, die Pensionsversicherung mit der reinen Ablebensversicherung zu vermengen, begründet sein.

Man weiß längst, dass sehr oft bei diesen „Kombiprodukten“ der Risikoanteil einfach deutlich über den Möglichkeiten des Marktes angesiedelt und damit viel zu teuer ist. Das geht zu Lasten der Rendite.

Man soll nicht übersehen, dass bei jungen Leuten am Beginn der Berufstätigkeit der Bedarf nach Absicherung der noch jungen Famile in Verbindung mit Hausbau etc. meist am größten ist, später aber deutlich sinkt – und genauso sollte auch der Vertrag abgeschlossen werden.

Eine heikle Sache ist die Risikoprüfung: Abgesehen von sehr differenzierten Tarifen für Raucher und Nichtraucher (ab wann?) sind am Markt immer wieder „supergünstige“ Anbote zu finden, nur erfüllt dann in der Praxis so gut wie kein Kunde die Annahmerichtlinien; es wird aber derselbe Kunde, der doch angeblich so gar nicht gesund sein soll, mit Handkuss genommen – mit einem saftigen Risikozuschlag!

Vorsicht auch bei ausländischen Bedingungen,da könnten hinsichtlich Risikoangaben bei uns unübliche Fallstricke vorhanden sein.

Gerald Winterhalder

office@alcor.at

zum Artikel: „Warum Konsumenten auf Lebensversicherungen verzichten”.

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