Fast jeder schätzt sich als sicheren Autofahrer ein

15.7.2026 – Mehr als 90 Prozent der Lenker in Österreich stellen sich ein gutes Zeugnis über ihren Fahrstil aus, die große Mehrheit ist auch stolz auf ihr Auto, zeigt eine Umfrage der Helvetia. Für viele ist es nicht nur ein Gebrauchsobjekt, sondern etwas, das pfleglich zu behandeln ist. So mancher nutzt es unter anderem auch als Rückzugsort. Die „Gurtanlegemoral“ ist hoch, andererseits verzichtet ein Fünftel gelegentlich auf festes Schuhwerk oder fährt überhaupt barfuß.

Autofahrer, der sich angurtet (Bild: Getty Images/Unsplash)
Bild: Getty Images/Unsplash

So gut wie alle Österreicher sind sichere Autolenker – jedenfalls nach eigenem Dafürhalten: In einer Umfrage der Helvetia schätzen 92 Prozent ihr fahrerisches Können so ein. Außerdem sind 57 Prozent überzeugt, besser zu fahren als der eigene Partner.

Durchgeführt hat die Befragung das Meinungsforschungsinstitut Marketagent im Mai 2026 unter 1.000 Personen im Alter von 14 bis 75 Jahren. Von diesen haben sich 859 als Autofahrer deklariert, 923 auch als gelegentliche Beifahrer.

Mehr als nur ein Gebrauchsgegenstand

69 Prozent zeigen sich laut Helvetia stolz auf ihr Fahrzeug und sehen darin mehr als nur ein Fortbewegungsmittel.

Folglich wird auch Wert auf pfleglichen Umgang damit gelegt: 80 Prozent mögen es demnach nicht, wenn Türen zu fest zugeschlagen werden, jemand mit schmutzigen Schuhen einsteigt oder Müll liegen bleibt. 48 Prozent haben etwas dagegen, dass im Auto gegessen oder getrunken wird.

Der Wert, den das Auto für die Österreicher hat, wird auch bei der Bereitschaft, es zu teilen, sichtbar. 49 Prozent möchten nicht, dass andere damit fahren.

Für mehr als ein Viertel dient das Auto überdies nicht nur der Mobilität, sondern auch als Rückzugsort, „um kurz allein zu sein oder Ruhe zu haben“. 64 Prozent wiederum haben im Auto schon einmal ein ernstes Gespräch geführt, die Hälfte hat es auch schon für Momente der Zweisamkeit genutzt.

Nahezu alle gurten sich an

Wie steht es um das Sicherheitsbewusstsein? 93 Prozent geben an, dass sie sich im Auto immer angurten. Bei den Babyboomern ist der Anteil mit 98 Prozent noch etwas höher, bei der „Generation Z“ (zwischen Mitte der 1990er und 2010 Geborene) mit 82 Prozent etwas niedriger.

Singles sind in dieser Hinsicht laut Umfrage nicht minder sicherheitsbewusst unterwegs als Familien: 96 Prozent der Befragten aus Ein-Personen-Haushalten fahren angegurtet, von den Befragten aus Paarhaushalten mit Kindern 90 Prozent.

Ein Fünftel fährt gelegentlich mit Flip-Flops oder barfuß

Vertriebsvorstand Werner Panhauser (Bild: Helvetia)
Vertriebsvorstand
Werner Panhauser
(Bild: Helvetia)

Auch die Schuhe sind eine Frage der Sicherheit. Hier herrscht offenbar mehr „Risikotoleranz“ als beim Angurten: 22 Prozent fahren im Sommer gelegentlich mit Flip-Flops oder barfuß.

In der Generation Z tun dies 38 Prozent, von den Babyboomern nur 5 Prozent, bei Personen ohne Kinder 14 Prozent und bei Personen mit Kindern 30 Prozent.

„Das ist nicht automatisch verboten, kann im Schadenfall aber relevant werden, wenn ungeeignetes Schuhwerk nachweislich zum Unfall beigetragen hat“, gibt Vertriebsvorstand Werner Panhauser zu bedenken.

„Sicherheit beginnt daher oft schon vor dem Losfahren – auch bei der Wahl der Schuhe.“

„Haftungs- und versicherungsrechtliche Konsequenzen“ möglich

Mit dem Auto zum Baden fahren und dabei aus Bequemlichkeit gleich die Badeschlapfen, Flip-Flops oder gar keine Schuhe tragen: Das ist „mit erheblichen Risiken verbunden“, warnt auch der ÖAMTC.

„Mit locker sitzenden Schuhen oder barfuß hat man kaum Halt am Pedal – schlimmstenfalls kann man abrutschen und die Kontrolle über das Fahrzeug verlieren“, sagt Roland Frisch, Chefinstruktor Pkw der ÖAMTC-Fahrtechnik, auf der Website des Clubs. „Darüber hinaus hat man dann in Notsituationen Schwierigkeiten, vollen Druck auf das Bremspedal zu bekommen.“

In Österreich und den meisten anderen europäischen Ländern sei gesetzlich zwar kein spezielles Schuhwerk fürs Autofahren vorgeschrieben, unangemessene Schuhe könnten aber trotzdem haftungs- und versicherungsrechtliche Konsequenzen haben, betont auch der ÖAMTC – etwa, wenn dadurch ein Unfall mitverursacht wurde oder durch andere Schuhe hätte verhindert werden können.

„Der ideale Schuh zum Autofahren besteht aus festem, bequemem Material mit guter Passform sowie einer rutschfesten Sohle. Das gewährleistet optimalen Halt, verhindert das Einfädeln zwischen den Pedalen und ermöglicht eine effiziente Kraftübertragung“, erklärt Fritsch. „Idealerweise hat man im Sommer ein Paar fahrtauglicher Ersatzschuhe im Auto, die man für die Fahrt anziehen kann.“

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Marktforschung · Pkw
 
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