25.6.2026 – In einer aktuellen Umfrage sagen vier Fünftel, dass Finanzbildung so grundlegend wie Lesen und Schreiben ist. Zugleich meinen neun von zehn, dass sie in der Schule zu kurz kommt. Die meisten plädieren deshalb für mehr Unterricht zum Umgang mit Geld, fast die Hälfte auch für mehr Inhalte zum Thema Altersvorsorge.

91 Prozent der Österreicher gehen davon aus, dass Jugendliche die Schule verlassen, ohne ausreichend auf finanzielle Entscheidungen vorbereitet zu sein.
Das ist ein Ergebnis einer Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut Marketagent von 25. März bis 1. April 2026 im Auftrag von Mastercard österreichweit unter 1.000 Personen im Alter von 14 bis 75 Jahren durchgeführt hat.
Aus den am Mittwoch veröffentlichten Daten geht gleichzeitig hervor: 83 Prozent halten Finanzbildung für ebenso grundlegend wie Lesen, Schreiben und Rechnen.
Und wo wird Finanzwissen primär erworben? Eine hervorgehobene Rolle spielt laut Umfrage die Familie (57 Prozent). Demgegenüber gaben nur 5 Prozent an, ihr Wissen in erster Linie aus dem Unterricht mitgenommen zu haben.
„Besonders alarmierend“ findet man bei Mastercard, dass 21 Prozent angaben, als Kind oder Jugendliche so gut wie keine Berührungspunkte mit dem Thema gehabt zu haben. In der Generation der Babyboomer betrage dieser Anteil sogar 25 Prozent.
Als Folge dessen sind laut Mastercard 86 Prozent der Befragten dafür, dass Finanzbildung fixer Bestandteil des Lehrplans ist.
81 Prozent sprechen sich für mehr Unterricht zu Themen wie Budgetplanung und dem verantwortungsvollen Umgang mit Geld aus, 44 Prozent für mehr Inhalte zur Altersvorsorge.
30 Prozent der Befragten möchten, dass auch Investieren und Vermögensaufbau im Unterricht behandelt werden; in der „Gen Z“ – das sind die zwischen Mitte der 1990er und etwa 2010 Geborenen – sind es noch mehr, nämlich 44 Prozent.
Fast alle sehen einen frühen Einstieg geboten: 89 Prozent sind der Meinung, dass ein bewusster Umgang mit Geld bereits in der Volksschule vermittelt werden sollte.
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