18.5.2026 – Bei rund vier von fünf Personen in Österreich kommt zumindest ab und zu etwas auf den Grill. Pro Jahr folgt darauf allerdings in rund 700 Fällen ein unfallbedingter Spitalsaufenthalt, gibt die Helvetia zu bedenken. Meistens passieren Verbrennungs- und Schnittunfälle.

Wie gemeinhin bekannt ist, muss man Feste feiern, wie sie fallen. Um sicherzustellen, dass es immer etwas zu feiern gibt, hat der Mensch allerhand spezielle Tage erfunden, so etwa den „National BBQ Day“, der von so manchem US-Amerikaner jährlich am 16. Mai feierlich begangen wird.
Wie die Website kuriose-feiertage.de lehrt, ist über den Ursprung desselben und die Gründe seiner Datierung nicht unbedingt belastbare Information verfügbar. Auch dürften Connaisseurs trefflich darüber philosophieren können, inwieweit Barbecue und Grillen gleichzusetzen überhaupt erlaubt ist.
Nichtsdestoweniger hat die Helvetia das Datum zum Anlass genommen, angesichts der beginnenden Grillsaison auf mit dem Grillen verbundene Risiken aufmerksam zu machen. Denn: „Schon kleine Fehler beim Anzünden oder bei der Platzierung des Grills können schwere Unfälle verursachen.“
Immerhin grillen in Österreich 78 Prozent zumindest gelegentlich, 43 Prozent mehrmals im Monat, wie der Versicherer unter Berufung auf eine Umfrage des Handelsverbandes feststellt.
Gleichzeitig komme es jedes Jahr zu etwa 700 Grillunfällen, die eine Behandlung im Krankenhaus erforderlich machen, zitiert die Helvetia aus der Statistik des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV).
Die Hälfte der Verletzten erleidet nach Angaben des Versicherers Verbrennungen, weitere häufige Folgen seien Schnittverletzungen (30 Prozent) und Stürze (16 Prozent).
„Viele Grillunfälle passieren durch Unachtsamkeit oder falsche Anzündhilfen. Besonders gefährlich sind Brandbeschleuniger wie Spiritus oder Benzin“, sagt Helvetia-Schaden/Unfall-Vorstand Andreas Gruber.
„Auch Kinder sind betroffen: 13 Prozent der Grillverletzungen treffen Kinder unter 14 Jahren, häufig im Gesichts- oder Oberkörperbereich“, ergänzt Gruber.
Zur Risikominderung listet die Helvetia einige Tipps auf. Erstens: den Grill auf einer stabilen, ebenen und windgeschützten Fläche platzieren, weit genug entfernt von brennbaren Materialien. Zweitens: zum Anzünden ausschließlich geeignete Grillanzünder verwenden, Brandbeschleuniger vermeiden.
Drittens: Den heißen Griller nicht aus den Augen lassen und Kinder davon fernhalten. Viertens: Wasser oder andere Löschmittel sollten für den Notfall bereitstehen, auch damit nach dem Grillen die Restglut vollständig gelöscht werden kann.
Und der Versicherer vergisst freilich auch nicht, fünftens auf den Schutz durch eine Versicherung – speziell mittels Unfall- und Haushaltspolizze – hinzuweisen, mit dem „teils erhebliche Folgen für Menschen und Eigentum“ abgefedert werden können, falls doch etwas passieren sollte.
Eine Option, die nicht nur beim Grillen nützlich sei, denn „gerade bei Freizeitaktivitäten im Garten kann es schnell zu Sach- oder Personenschäden kommen“, hält Andreas Gruber generell fest. 2024 sind in Österreich laut Helvetia allein im Freizeitbereich rund 265.000 Verletzte registriert worden.
Wer seiner Obliegenheit zur Risikominimierung besonders gewissenhaft nachkommen will, kann seine Feierlaune aber glücklicherweise auch auf eine Reihe weniger gefahrgeneigter Fixpunkte im Jahreskreis stützen.
Am 30. Mai bietet sich dafür etwa der ebenfalls US-amerikanischen Ursprung seiende Ein-Loch-ist-im-Eimer-Tag an. Wer nicht so lange warten will, findet bereits am 21. Mai mit dem „Sprich wie Yoda“-Tag Anlass zu grundsätzlich (wenn auch nicht sprachlich) unfallfreien Feierlichkeiten.
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