13.7.2026 – Enorme Hitze und schlechte Wartung lassen die Gefahr von Fahrzeugbränden auf Autobahnen steigen, warnt die Asfinag. Im ersten Halbjahr 2026 brannten bereits 151 Pkw und Lkw. 20-mal fing die Böschung Feuer. Auch achtlos weggeworfene Gegenstände erhöhen das Brandrisiko.

„Enorme Hitze, schlechte Wartung von Fahrzeugen und während der Fahrt aus dem Autofenster geworfene Zigaretten oder auch Glasflaschen: Das sind die Zutaten für ein ‚Phänomen‘, das in den vergangenen Jahren immer häufiger vorkommt.“
Das stellte die Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-AG (Asfinag) am Freitag in einer Mitteilung fest. Im Jahr 2020 registrierte sie 226 Fahrzeugbrände. 2024 und 2025 seien es bereits jeweils 300 gewesen. Im ersten Halbjahr 2026 habe sich dieser Trend fortgesetzt.
„Bis Ende Juni zählte die Asfinag in Summe bereits 151 Fahrzeugbrände. Wobei die stärksten Monate erst kommen. Schon in den Vorjahren erwiesen sich der Juli und der August als ‚Dauerbrenner‘ in der Statistik. Mit immer jeweils rund 20 brennenden Pkw oder Lkw“, berichtet die Asfinag.
Bei allen diesen Bränden konnten sich die Fahrzeuginsassen aber in Sicherheit bringen, betont das Unternehmen.
Ebenfalls im Zunehmen begriffen seien Brände abseits der Autobahn. Teils seien diese Böschungsbrände auf die Hitzewelle zurückzuführen, meist seien sie aber dennoch von Menschen ausgelöst.
„Achtlos aus dem Autofenster entsorgte Zigarettenstummel können trockene Büsche leicht in Brand setzen. Ebenso Glasscherben, die durch Sonneneinstrahlung zu Zündern werden“, unterstreicht die Asfinag.
2025 mussten Asfinag und Feuerwehren 39-mal zu solchen Bränden ausrücken, heuer bereits 20-mal. Ein brennendes Fahrzeug sei aber nur in sieben Fällen der Auslöser für den Böschungsbrand gewesen.
Die Hitzewelle ist ein Grund für erhöhte Brandgefahr, sie sei aber nur selten allein an einem Fahrzeugbrand schuld.
Häufige Brandursachen seien überhitzte Motoren, poröse Leitungen und dadurch austretendes Öl oder Kraftstoff, die sich entzünden, festsitzende Bremsen, die überhitzen, technische Defekte wie beschädigte Radlager oder fehlendes Kühlmittel, elektrische oder elektronische Defekte mit Kurzschluss und Reifenschäden oder auch zu niedriger Reifendruck.
„Gerade deshalb ist es so wichtig, stets und vor allem vor langen Fahrten auch den Zustand des Fahrzeugs zu überprüfen“, sagt Asfinag-Verkehrssicherheitsexperte Bernhard Lautner. „Besser eine Stunde für eine Überprüfung investieren als später auf dem Weg in den Urlaub mit einer Panne oder einem zerstörten Pkw liegen zu bleiben.“
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