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Swiss Re: Chancen und Herausforderungen für Rückversicherer

8.9.2026 – Wesentlicher Treiber der Rückversicherungsnachfrage sei weiterhin das Risiko von Naturkatstrophen, so Swiss Re anlässlich des Branchentreffens in Monte Carlo. Aber auch die steigende Zahl an Rechenzentren biete Potenzial. Diszipliniertes Underwriting sei vor allem bei US-Haftpflichtrisiken nötig.

Zentrale der Swiss Re in Zürich (Bild: Swiss Re)
Zentrale der Swiss Re in Zürich (Bild: Swiss Re)

Anlässlich des traditionellen Branchentreffens in Monte Carlo in dieser Woche betont der Schweizer Rückversicherer Swiss Re, dass dieses vor dem Hintergrund einer zunehmend vernetzten und sich rasch verändernden Risikolandschaft stattfinde.

Mit zunehmender Komplexität der Risiken werde es im Underwriting immer wichtiger, zu verstehen, wie Risikoexponierungen zusammenwirken und wo Risikokonzentrationen entstehen können, erklärt Gianfranco Lot, Chief Underwriting Officer Property & Casualty Reinsurance.

Wichtig sei es, solche Konzentrationen zu erkennen, Risiken angemessen zu bepreisen und Portefeuilleentscheidungen zu treffen, mit denen Kunden bei neuen oder sich verändernden Risiken unterstützt werden können.

Steigendes Risiko Naturkatastrophen

Zunehmende Risikoexponierungen, steigende Vermögenswerte und sich verändernde Gefahrenmuster würden dazu führen, dass die versicherten Schäden aus Naturkatastrophen jährlich um fünf bis sieben Prozent zunehmen, so Swiss Re.

Das am stärksten wachsende Wetterrisiko weltweit seien Waldbrände. Grund dafür sei, dass immer mehr Menschen und Vermögenswerte in waldbrandgefährdeten Gebieten angesiedelt sind. Allein in Europa hätten die versicherten Schäden aus Waldbränden in den letzten Jahrzehnten jährlich um geschätzte acht bis elf Prozent zugenommen.

Insgesamt könnten sich in einem Extremschadenszenario die versicherten Schäden aus Naturkatastrophen heuer auf rund 320 Milliarden US-Dollar belaufen, was den Wert von Rückversicherungsschutz bei seltenen Ereignissen mit hohem Schadenausmaß verdeutliche.

Chancen und neue Herausforderungen

Die für die KI-Infrastruktur nötigen Rechenzentren dürften bis 2030 mehr als sechs Billionen US-Dollar an Investitionen erfordern, erwartet Swiss Re. Das damit einhergehende weltweite Prämienpotenzial schätzt der Schweizer Rückversicherer auf 91 Milliarden US-Dollar.

Herausforderungen gebe es einerseits dadurch, dass sich rund 40 Prozent der US-amerikanischen Rechenzentrumskapazitäten in Gebieten mit erhöhtem Tornadorisiko befinden, andererseits durch das immer komplexer werdende Risikoprofil von Rechenzentren mit ihrer Abhängigkeit von Strom- und Wasserversorgung, Technologielieferketten und digitaler Infrastruktur.

Eine weitere Herausforderung sieht Swiss Re bei den gewerblichen Haftpflichtsparten in den USA. 2025 seien die Schäden in dieser Sparte höher gewesen als jene aus Naturkatastrohen. Nötig sei daher ein Fokus auf Schadentrends, juristischen Entwicklungen und sorgfältiger Risikoselektion.

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Rückversicherung · Unwetter
 
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