16.7.2026 – Erkrankungen des Kreislaufsystems und Krebs waren 2025 mit 33,4 bzw. 24,9 Prozent die häufigsten Todesursachen. Im Durchschnitt lagen bei Person rund vier Begleiterkrankungen vor, die zum Tod beitrugen; das waren vor allem Bluthochdruck, Herzerkrankungen und Pneumonie.

Im vergangenen Jahr sind in Österreich 87.902 Menschen gestorben, davon 44.069 Männer und 43.833 Frauen. Diese Zahlen hat die Statistik Austria am Mittwoch veröffentlicht.
Damit ist die Anzahl der Todesfälle abermals zurückgegangen. 2024 waren 88.486 Personen gestorben, 2023 gab es 89.760 Todesfälle. 2022 war mit 93.332 die höchste Anzahl an Todesfällen seit 1978 verzeichnet worden.
| Geschlecht | Alle Alters-gruppen | unter 1 Jahr | 1 bis 9 Jahre | 10 bis 39 Jahre | 40 bis 79 Jahre | 80 Jahre |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Quelle: Statistik Austria | ||||||
| Männer | 44.069 | 131 | 36 | 933 | 21.037 | 21.932 |
| Frauen | 43.833 | 104 | 23 | 437 | 13.539 | 29.730 |
| Gesamt | 87.902 | 235 | 59 | 1.370 | 34.576 | 51.662 |
Langfristig betrachtet – von 2015 bis 2025 –, sei die Sterblichkeit in Österreich „deutlich gesunken“, sagt Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin der Statistik Austria.
„Vor allem bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs starben, in Bezug auf die Bevölkerungsstruktur, weniger Menschen als noch vor zehn Jahren“, so Lenk weiter.
„Dennoch nahm die absolute Zahl der Krebssterbefälle zu, da heute mehr Menschen ein hohes Alter erreichen.“
| Quelle: Statistik Austria |
| Die Sterblichkeit wird üblicherweise mittels altersstandardisierter Sterberaten beschrieben. Die standardisierte Sterberate gibt an, wie viele Sterbefälle aufgrund der jeweils herrschenden Sterblichkeitsverhältnisse auf 100.000 Einwohner entfallen wären, wenn der Altersaufbau der Bevölkerung in der betreffenden Berichtsperiode dem einer Standardbevölkerung entsprochen hätte. Der vergleichsstörende Einfluss des jeweiligen Altersaufbaues ist dadurch ausgeschaltet, d. h. diese Maßzahl berücksichtigt sowohl die insgesamt wachsende Bevölkerung als auch ihre kontinuierliche Alterung und macht damit die unterschiedlichen Sterbebedingungen über die Zeit vergleichbar. |
Die häufigsten Todesursachen waren 2025 Erkrankungen des Kreislaufsystems (33,4 Prozent) und Krebs (24,9 Prozent). An Krankheiten der Atmungsorgane starben 6,8 Prozent, an Verletzungen und Vergiftungen rund 6 Prozent.
Aufgrund der stetig steigenden Lebenserwartung versterben sowohl Männer als auch Frauen häufiger an Krankheiten, die im Alter vermehrt vorkommen, stellt die Statistik Austria fest.
Mehr als die Hälfte der Verstorbenen (58,8 Prozent) war 80 Jahre alt oder älter. In dieser Altersgruppe waren 41 Prozent der Todesfälle auf eine Krankheit des Kreislaufsystems zurückzuführen, 17 Prozent auf Krebs.
39,3 Prozent waren 40 bis 79 Jahre alt. In dieser Altersgruppe waren Krebserkrankungen die häufigste Todesursache. Bei 10- bis 39-Jährigen (1,6 Prozent aller Sterbefälle) waren Suizide, Krebs und Unfälle die häufigsten Todesursachen.
Bei den 59 Todesfällen von Kindern im Alter von 1 bis unter 10 Jahren waren neben Krebs angeborene Fehlbildungen die verbreitetste Todesursache, bei Säuglingen (235 Todesfälle) waren Geburtskomplikationen und angeborene Fehlbildungen.
Über die grundlegenden Todesursachen hinaus werden auf dem Totenschein weitere Erkrankungen verzeichnet, die zum Tod beitragen, führt die Statistik Austria weiter aus.
2025 seien es im Durchschnitt rund vier Begleiterkrankungen pro Sterbefall gewesen, bei Männern (4,0) etwas mehr als bei Frauen (3,7).
Die Grundleiden mit den meisten Begleiterkrankungen waren Aids (6,0), Diabetes (5,6) und Covid (5,3). Auch an Stürzen Verstorbene hatten durchschnittlich mehr als fünf Begleiterkrankungen.
Die häufigste Begleiterkrankung war Bluthochdruck: Sie wurde bei 26 Prozent aller Verstorbenen genannt.
Eine nicht näher bezeichnete Herzinsuffizienz war bei 14,0 Prozent der Verstorbenen vermerkt, Pneumonie, Vorhofflimmern, Senilität oder allgemeine Herzkrankheit jeweils bei rund 10 Prozent.
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