10.7.2026 – Eine Mehrheit der Österreicher fragt sich laut einer Bank99-Umfrage, ob in der Pension genug Geld da sein wird. Zugleich fühlt sich ein Großteil von der Produktvielfalt überfordert und hat Angst, falsch vorzusorgen. Im Schnitt sorgen die Befragten nach eigenen Angaben mit 288 Euro pro Monat fürs Alter vor.

62 Prozent der Österreicher stellen sich laut einer Bank99-Umfrage die Frage, ob ihr Geld im Alter ausreichen wird.
Unter Frauen ist dieser Anteil höher (69 Prozent) als bei Männern (55 Prozent). In der Altersgruppe 30 bis 49 ist er ebenfalls überdurchschnittlich hoch (68 Prozent).
Durchgeführt wurde die Umfrage von Marketagent. Das Meinungsforschungsinstitut hat im April 1.500 Personen im Alter von 14 bis 75 Jahren um Antworten gebeten.
Rund die Hälfte (53 Prozent; Männer: 58 Prozent, Frauen: 48 Prozent) gab an, bereits Maßnahmen zur privaten Altersvorsorge getroffen zu haben.
Allerdings fühle sich jeder Zweite angesichts einer Vielzahl von Vorsorgeprodukten überfordert, berichtet die Bank99. Zudem bestehe bei 44 Prozent die Angst, eine falsche Entscheidung zu treffen.
Als Hürden für die Vorsorge werden häufig ein zu niedriges Einkommen, konkurrierende finanzielle Prioritäten – wie Wohnen, Kinder und laufende Kosten – sowie wirtschaftliche Unsicherheit genannt.
Die Einstellung zur Altersvorsorge ist in gewisser Weise zweischneidig: „Während 42 Prozent das Thema Altersvorsorge als zu abstrakt und zu weit entfernt sehen, glauben 44 Prozent, zu spät damit begonnen zu haben. Dies trifft besonders auf die 40- bis 49-Jährigen (53 Prozent) zu“, nennt die Bank99 Ergebnisse aus der Umfrage.
Zugleich sei Altersvorsorge für ein Drittel der Befragten eines der wichtigsten Sparmotive. Im Durchschnitt legen die Teilnehmer 288 Euro pro Monat für die Altersvorsorge zur Seite.
Am höchsten ist der Vorsorgebetrag in Vorarlberg (422 Euro), danach folgen von Wien (396 Euro) und Oberösterreich (284 Euro); am niedrigsten ist er in Salzburg (208 Euro) und Kärnten (177 Euro).
Zwei Drittel (69 Prozent) der befragten Pensionisten kommen den Angaben zufolge finanziell gut zurecht: Für sie reiche die Pension aus, um den gewohnten Lebensstandard zu halten.
Dies treffe besonders für Pensionisten in der Steiermark (77 Prozent), in Kärnten (73 Prozent) und in Oberösterreich (71 Prozent) zu.
Knapp jeder Fünfte (18 Prozent) müsse die Pension durch Erwerbstätigkeit aufbessern, 15 Prozent seien auf Unterstützung von Familie oder Angehörigen angewiesen.
„Dennoch teilt knapp die Hälfte der Menschen im Ruhestand (48 Prozent) die Sorge, ob ihre Bezüge auch langfristig ausreichen“, so die Bank99. Bei Burgenländern (72 Prozent), Salzburgern (58 Prozent) und Niederösterreichern (50 Prozent) sei dieser Gedanke besonders präsent.
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